Modellprojekt BIOREGIO Holz Odenwald-
Bergstraße erfolgreich umgesetzt
Abschlussbericht übergeben - Holzpellets an Schule in Seckmauern

Florian Voigt von der Brenergo, OREG-Geschäftsführer
Jürgen Walther und Hubert Drews als Vertreter des
Kreisausschusses bei der Präsentation des Abschlussberichtes.
VON ANITA DICKHAUT
Lützelbach. Die südhessischen Landkreise Darmstadt-Dieburg, Bergstraße und Odenwaldkreis nahmen im Jahr 2007 erfolgreich an einer Ausschreibung des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucher-schutz (HMUELV) zur Modellregion BIOREGIO Holz Odenwald-Bergstraße teil. Diese kreisübergreifende und finanziell geförderte Kooperation hatte in erster Linie die Aufgabe die konventionelle Wärmeversorgung der kreiseigenen Liegenschaften auf Holzhackschnitzel- oder Pelletsheizanlagen umzustellen.
Die letzte Anlage unter dem Namen BIOREGIO Holz Odenwald-Bergstraße wurde Anfang Dezember in der Grundschule in Lützelbach-Seckmauern in Betrieb genommen.
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde lud die Brenergo GmbH als Projektleitung der BIOREGIO Holz Odenwald-Bergstraße alle Beteiligten zum Projektabschluss ein. Den Vertretern der beteiligten Landkreise und der hessenENERGIE wurde der Abschlussbericht übergeben.
Sowohl die Brenergo GmbH, als Tochter-unternehmen der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH, wie auch alle anderen Projektbeteiligten waren sich einig: Obwohl die Ära der BIOREGIO Holz Odenwald-Bergstraße offiziell zu Ende geht, endet noch lange nicht das Bemühen weitere Heizanlagen auf Holzbrennstoffe umzurüsten.
Eine Anlage versorgt zwei Gebäude
Bürgermeister Uwe Olt von der Gemeinde Lützelbach freute sich besonders, dass durch die Installation der Holzpelletsanlage gleich zwei Gebäude mit Energie versorgt werden können. Dies sind die Grundschule und die angrenzende Halle, die überwiegend für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Verbunden durch eine unterirdische Nahwärmeleitung können beide Gebäude problemlos versorgt werden. Eine Erweiterung für den ebenfalls angrenzenden Kindergarten ist geplant.
Der Energiebeauftragte des Odenwaldkreises Christian Weyrich zeigte und erläuterte die neue 340 kW starke Heizanlage. 100 kW werden durch die Pelletsanlage für die Grundlast abgedeckt und 240 kW stehen mit einem Ölkessel zur Abfederung von Verbrauchspitzen bereit. Dies bedeutet rund 240 MWh Heizleistung pro Jahr. Im Schnitt entspricht dies dem Bedarf von etwa zehn Einfamilienhäusern.
Um nicht nur auf erneuerbare Energie sondern auch auf Energie-Effizienz zu achten, gingen dem Heizungsumbau eine Fassadensanierung und der Einbau von neuen Fenstern voraus.
Weitere Anlagen geplant
OREG-Geschäftsführer Jürgen Walther bedankte sich beim Land Hessen für die Ernennung zur Modellregion. Mit dem Umbau von rund zwanzig Heizanlagen wurde ein wichtiger Meilenstein gelegt. Hubert Drews als Vertreter des Kreisausschusses zitierte in diesem Zusammenhang Landrat Dietrich Kübler, der kürzlich bekanntgab, die Versorgung des Odenwaldkreises durch erneuerbare Energien zu forcieren. Auch das Landratsamt und eine weitere Schule in Erbach sollen auf Holzbrennstoffe umgerüstet werden. Da man bei der Auftragsvergabe regionale Firmen bevorzugt, bleibt die Wertschöpfung in der Region.
Als Vertreter des Landkreises Darmstadt-Dieburg sagte Christel Fleischmann: „Vor zehn Jahren hat man mich noch als Spinner abgetan, als ich davon sprach Schulen und öffentliche Gebäude mit Holzhackschnitzelanlagen auszustatten.“ Heute kann er eine Bilanz von sieben Pelletsanlagen und zwei Holzhackschnitzelanlagen vorweisen.
Für 2010 ist ein Großprojekt vorgesehen, wobei fünf Schulen mit einer Holz-hackschnitzelanlage ausgestattet werden. Die Versorgung mit Holz aus heimischen Wäldern sieht er als gesichert. Der Landkreis Bergstraße wurde durch den Kreisbeigeordneten Dieter Roos vertreten. Dort baut man schon seit vielen Jahren Heizanlagen für Holzbrennstoffe, wobei besonderes
Augenmerk auf der effektiven Nutzung liegt.
Verlosung des Einkaufsgutscheins
Besonderen Dank übermittelte der Projektleiter Florian Voigt an Rainer Knott von der HessenENERGIE für dessen beratende Funktion, an Hessen Forst als auch an alle Mitglieder der BIOREGIO-Holz Odenwald-Bergstraße Arbeitsgruppe.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde die Verlosung nach dem Gewinnspiel vorgenommen. Gewinnen konnte jeder, der einen Fragebogen zum Thema Holzpellets-Einkaufsgemeinschaft ausgefüllt hatte. Der Gewinn eines Einkaufsgutscheins im Wert von 300 Euro ging nach Michelstadt. <<
Holzhackschnitzel
Hinweise zu Qualität, Einkauf
und Lagerung
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Leuchtturmprojekt des Hessischen Ministeriums für
Umwelt, Landwirtschaft und Forsten hat das Ziel, in ausgewählten
Projektregionen systematisch die nachhaltige Nutzung von
Holz-Brennstoffen voranzutreiben.
Odenwaldkreis. Die Kooperationsgemeinschaft der Kreise
Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Odenwaldkreis und
der Stadt Viernheim ist, nach einer erfolgreichen Bewerbung
durch die rEnergO, zur Modellregion „BIOREGIO Holz
Odenwald-Bergstraße“ ernannt worden.
Am 29./30.03. stellt sie sich bei der Energiemesse Odenwald
auf dem Gelände
der Raiffeisen in Michelstadt vor. Die „BIOREGIO
Holz“ ist ein Leuchtturmprojekt
des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft
und Forsten und hat
das Ziel, in ausgewählten Projektregionen systematisch
die nachhaltige Nutzung von Holz-Brennstoffen voranzutreiben.
In der „BIOREGIO Holz Odenwald-Bergstraße“
sollen jetzt vor allem die Wärmeversorgung von kreiseigenen
Liegenschaften auf Holzhackschnitzel- oder Pelletheizanlagen
umgerüstet werden und neue Logistikketten für
diese regenerativen Brennstoffe entstehen.
Unabhängige Beratung
Aber auch die Bürger der Kreise bekommen Anreize
sich näher mit dem Thema Heizen mit Holz zu befassen.
Denn hierzu kann jeder Bürger eine kostenlose und
unabhängige Beratung in Anspruch nehmen. Zudem installiert
die BIO-REGIO Holz auf ihrer Homepage (www.BIOREGIO-Odenwald-Bergstrasse.
de) eine Pellet-Einkaufsgemeinschaft für günstigere
Lieferkonditionen und schreibt ein Pellet-Gewinnspiel
aus. Auch von Seiten des Ministeriums kommt eine bevorzugende
Behandlung: Jeder Antrag auf eine Förderung von Holzheiz-ungen,
der aus dem Gebiet der BIOREGIO Holz kommt, hat das erste
Zugriffs-recht auf Fördergeld. Ein wichtiges Privileg
in Zeiten knapper Fördertöpfe und einer Vielzahl
von Antragstellern.
Informationen:
Weitere Informationen erhalten Sie über:
Brenergo
Gesellschaft für Breitband und
regenerative Energien mbH
Postanschrift:
Marktplatz1
64711 Erbach
Kommunikation:
Tel.: 06062 8096-43
Fax: 06062 8096-44
E-Mail: voigt@brenergo.de
Internet: www.brenergo.de
sowie über die Bioenergieberater der Staatlichen
Forstämter.